Und Magie … ja Magie war schon immer ein fest verwurzelter Teil von allem.
Vor allem in längst vergessenen Zeiten stand sie oft im Mittelpunkt des Geschehens, bevor die Menschen sich vom Übernatürlichen abwandten, seinem Einfluss entkamen und glaubten, sich etwas Eigenes aufzubauen – so dachten sie. Doch war es nicht das Wissen der Engel, das ihnen das Überleben ermöglichte? Und waren es nicht die Dämonen, die die Sünden unter ihnen verbreiteten, Verlangen weckten und das Streben nach mehr in ihnen entfachten? Magie, das Übernatürliche, verschwand nie. Es nahm lediglich neue Formen an, versteckte sich hinter vertrauten Gesichtern und festigte seinen Griff um die Menschheit.
Dennoch kann man den Menschen ihre Errungenschaften nicht absprechen. Sie schufen Großes, entwickelten sich weiter – und schürten Neid in anderen Wesen. Nicht zuletzt in den Dämonen selbst. Schließlich strömten sie in Heerscharen aus den Toren der Hölle über die Erde, tödliche Krankheiten und Seuchen mit sich bringend. So weit die Menschen sich auch entwickelt hatten, gegen die Scharen an Dämonen waren sie machtlos. Und so waren es die Engel, die ihnen Einhalt gebieten mussten.
Durch Bündnisse und Pakte mit Menschen und anderen, ebenso bedrohten Wesen wurden Institutionen zur Verteidigung gegründet. Nach und nach gelang es, die Eindringlinge zurückzudrängen und die Tore zur Hölle zu versiegeln. Tore wie das am Fuße des Berges Fuji, tief im Innern des Vulkans Mauna Kea oder am Grund des Marianengrabens. Noch heute stehen sie unter strengster Bewachung – denn niemand weiß, wann das nächste Tor aufbrechen und neue Wesen in die Welt entlassen wird.
Doch nicht alle Eindringlinge wurden ausgelöscht. Einige waren zu clever. Sie eigneten sich neue Gesichter an, mischten sich unter die einflussreichsten Menschen der Welt. Wirtschaft und Politik boten ihnen fruchtbaren Boden – doch besonders das organisierte Verbrechen zog sie magisch an. Stück für Stück unterwanderten die Dämonen jeden erdenklichen Arbeitszweig, arbeiteten sich hoch – nicht selten mit magischen Hilfsmitteln –, versammelten jene um sich, die nichts von ihrem wahren Schicksal ahnten. Ihr Fußvolk? Ausgenutzt und ersetzbar. Ihr Ziel? Macht, Einfluss, ein luxuriöses Leben – während andere für sie die Drecksarbeit erledigen.
Woher weißt du, dass nicht auch du längst Teil eines perfiden Plans bist?
Vielleicht ist es Luzifers Absicht, dass du dich aufopferst, während andere das Leben genießen. Vielleicht lenkt jemand – oder etwas – deine Schritte, ohne dass du es bemerkst.
Ein ganz anderes Monster erobert in der Nacht die Vororte Kyōtos durch unerklärliche Beobachtungen, das Verschwinden von Menschen und einer Atmoosphäre, die einem jedes Nackenhärchen aufstellt. Doch während die Bewohner spüren, dass etwas im Anmarsch ist, schweigt jeder beharrlich ... vielleicht hoffen sie, dass es von selbst verschwindet, wenn sie ihm keine Aufmerksamkeit schenken.
Auch die Natur leidet, manche Forscher und Verschwörungstheoretiker machen den Tourismus verantwortlich, doch können diese haltlosen Anschuldigungen weder die Strände voll mit toten Fischen, das Rumoren des Vulkans noch die Beben erklären, die immer wieder auftauchen und kurz für Panik sorgen.











